Autor: Stamer

Programm September bis Dezember 2018

Was hat der Mensch mit dem Kosmos zu tun? Seminar. Leitung: Dr. Gerhard Stamer 10 x Mittwoch: 10:00 Uhr 12.9./19.9./26.9./10.10./17.10./24.10./7.11./14.11./21.11/28.11 FZH Lister Turm, Walderseestraße 100 € 150,- Als Urknall wird in der Kosmologie der Beginn des Universums, also der Anfangspunkt der Entstehung von Materie, Raum und Zeit bezeichnet. Er ereignete sich vor etwa 13,8 Milliarden Jahren. Das ist der allgemeine Stand der Wissenschaft. Haben wir Menschen damit etwas zu tun? Unser Leben spielt sich im Rahmen unseres Planeten Erde und seiner Natur ab. Oder noch konkreter: Innerhalb der Gesellschaft oder der Kultur, in der wir leben. Geographisch gesehen: Häufig nur in einer bestimmten Region. Zeitlich gesehen: Nur in einer bestimmten Epoche. Jedenfalls: Die Dauer unserer individuellen Existenz ist ein Plinkern in der Dimension des Weltalls. Aber dennoch: Ohne Frage verdanken wir unser Dasein der Existenz des Kosmos. Deshalb interessiert es nach wie vor: Was haben wir mit ihm konkret in unserem Leben zu tun? In unserem Kurs wollen wir uns mit 2 Büchern beschäftigen, die sich genau damit befassen; das eine aus unserem Jahrhundert, das …

Programm Mai – Juli 2018

Neue Adresse: Institut für Praktische Philosophie / Dr. Gerhard Stamer Alte Herrenhäuser Straße 26 30419 Hannover Telefon 0511 3946 307 stamer@stamer-reflex.de www.stamer-reflex.de Sparkasse Hannover (SPKHDE2HXXX) IBAN: DE71 2505 0180 0000 1218 19   Club der lebenden Denker 08.05. 05.06. 03.07.2018 Die Abende finden ab Mai jeden ersten Dienstag des Monats statt, wenn es kein Feiertag ist: also am 8. Mai, am 5. Juni, am 3. Juli. Die Referenten und Themen werden rechtzeitig bekannt gegeben. 08.05. »1968 — Die Zeit des Möglichen.« So lautet ein Titel in der internationalen Zeitschift               »Lettre«. Anknüpfend an diesen Artikel und dieses Motto, wird Gerhard Stamer, der engagiert dabei war, versuchen, das Ereignis aus heutiger Sicht einzuschätzen. Kulturzentrum Faust, Der Nachbarin Café, Zur Bettfedernfabrik 3, 30451 Hannover 19 Uhr, Seminargebühr ··············· 5 €   Y. N. Harari »Homo Deus« 15.05. 29.05. 05.06 12.06. 19.06.2018 Leitung Dr. Rüdiger Rimpler »Homo Deus« enthält vielerlei hochbrisante Gedanken zu aktuellen Fortschritten in Wissenschaft und Technik sowie zu den möglichen Zukunftsperspektiven für die Weiterentwicklung der Menschheit. Es kann auch …

Hannah Arendt Die Freiheit, frei zu sein

Dr. Gerhard Stamer wird den Text kurz vorstellen und zur Diskussion aufbereiten. Kulturzentrum Faust, Linden-Nord, Der Nachbarin Café Di 3. April 2018, 19:00 Uhr, Eintritt: € 5,- Der Essay Die Freiheit, frei zu sein stammt aus dem Jahre 1967 und ist gerade erstmals veröffentlicht worden. Hannah Arendt war zu der Zeit Professorin in den Vereinigten Staaten. Der Titel dieses Essays ist zunächst verwirrend, meint man ja, dass Freiheit darin besteht, frei zu sein. Es scheint sich um eine tautologische Verdoppelung zu handeln. An diesem Abend kommt es mir darauf, den tieferen Sinn des Titels herauszuarbeiten, denn es gibt ihn. Der Sinn enthüllt sich in der Analyse und Reflexion, die Hannah Arendt auf die Revolutionen der Neuzeit anstellt. Eine immer noch hochaktuelle Studie, auch wenn gegenwärtig nichts nach Revolution aussieht.

Wenn der Atheist Gott sagt

Wer eine personale Beziehung zu Gott für möglich hält, vielleicht sogar erlebt, in der Andacht, beim Gebet, wird die philosophische Betrachtung als kalt empfinden. Aber sie ist alles andere als atheistisch. Wenn der Atheist Gott sagt, hat er schon viel zu viel gesagt. Er beweist damit, das denken zu können, woran ein Gläubiger glaubt, nämlich Gott. Gott ist der Ausdruck für eine Potenz, auf die der Anfang der Welt zurückgeführt wird und die strukturierend in dem Ganzen der Welt wirkt. Beides ist rational nicht abzuweisen, weder der Gedanke, dass die Welt einen Anfang hat, noch die Ansicht, dass sie einen Zusammenhang bildet, der über eine unvorstellbare Zeit Bestand hat. Die Ablehnung einer speziellen Religion macht den Atheismus zu keiner logisch zwingenden Position. Der Mangel an Bewunderung für Natur und Kosmos ist keine Auszeichnung.

Die Idee der Gerechtigkeit

Die Idee der Gerechtigkeit. Die Gerechtigkeit ist ein einziges Dilemma. Gerechtigkeit ist die Idee der Gleichheit. Aber es gibt keine Gleichheit. Alle Individuen sind verschieden. Gleichheit wäre die Negation der Individualität. Wäre also paradoxerweise die Ungleichheit die Gerechtigkeit? Das kann nicht sein, denn dann gäbe es kein menschliches Gemeinwesen. Ein Gemeinwesen besteht in dem, was den Einzelnen gemein, also gleich ist. Wo ist der Ausgang aus dem Dilemma? Welche Grenze hat die Gleichheit? Worin bin ich gleich mit anderen? Worin ungleich? Wo darf ich´s sein? Was ist gerecht? Darüber diskutieren wir am kommenden Donnerstag, 22.2., wie immer FZH Lister Turm, Walderseestraße 100, 19:00 -21:00 Uhr, € 8,- Leitung: Dr. Gerhard Stamer