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REFLEX Programm Sep bis Nov 2020

René Descartes: Meditationen über die erste Philosophie
10 x Mi:
9.9./16.9./23.9./30.9./7.10./14.10./21.10./28.10./4.11./
11.11.
10:00 Uhr, FZH Lister Turm, Walderseestr. 100
Kursgebühr: € 100,-
Leitung: Dr. Gerhard Stamer

Descartes‘ Meditationen sind ein Meilenstein in der Geschichte der Philosophie.
Wir werden ihn bei den sechs Meditationen begleiten, die er selbst gegangen ist und uns hinterlassen hat: Über das, was in Zweifel gezogen werden kann. Über die Natur des menschlichen Geistes.
Über Gott, dass er existiert. Über das Wahre und Falsche. Über das Wesen der materiellen Dinge.
Über die Unterscheidung des Geistes vom Körper.
Als Text legen wir folgende Ausgabe zu Grunde:
René Descartes: Meditationen über die erste Philosophie.
Übersetzt und herausgegeben von Christian Wohlers.
Hamburg (Felix Meiner Verlag, PhB 596) 2009.
ISBN 978-3-7873-1886-5.

Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft (Einführung)
10 x Do:
10.9./17.9./24.9./1.10./8.10./15.10./22.10./29.10./5.11./
12.11.
19:00 Uhr, FZH Lister Turm, Walderseestr. 100
Kursgebühr: € 100,-
Leitung: Dr. Gerhard Stamer
Die Kritik der reinen Vernunft gehört zu den bedeutendsten Werken der Philosophiegeschichte.
Wir haben Glück, dass es auf deutsch geschrieben wurde.
Viele lernen deutsch, um es zu lesen und zu verstehen.
In diesem Kurs wollen wir allen, die gern wissen möchten,
o – was hat er denn nun wirklich gesagt?
o – und wie kann man das verstehen?
o – und was sagt uns das heute noch?
allen diesen, wollen wir einen Zugang zu diesem Werk schaffen.
Und zwar so, dass es jeder versteht, der es verstehen will.
Das garantieren wir!
Wir werden natürlich nicht alles lesen, aber die wichtigsten Abschnitte behandeln und die wichtigsten Begriffe klären, so dass wir schließlich ein Bild vom Ganzen haben.

Club der lebenden Denker
Kulturzentrum Faust, Linden-Nord,
Der Nachbarin Café
Zur Bettfedernfabrik 3
30451 Hannover
19:00 Uhr
Eintritt: € 5,-
Die Clubabende finden wie üblich regelmäßig am ersten Dienstag jeden Monats statt. Frühzeitig geben wir bekannt, welche Referenten mit welchen Themen diese Abende bestreiten.

REFLEX Programm Mai – Juli 2020

Friedrich Nietzsche

10 x Mi:
6.5./13.5./20.5./27.5./3.6./10.6./17.6./24.6./1.7./8.7.
10:00 Uhr / Die Teilnahme erfolgt durch Einladung per eMail zu einer Video-Konferenz von Dr. Gerhard Stamer, der das Seminar auch leitet.
Wir bitten um Überweisung für das gesamte Seminar (€ 100,00) oder je nach Teilnahme (€ 10,00 pro Vormittag) auf das Konto DE71 2505 0180 0000 1218 19 bei der Sparkasse Hannover.

Ich habe mich entschieden, nicht nur eine Schrift Nietzsches zu behandeln, denn wenn man nur eine Schrift von ihm kennt, kennt man Nietzsche nicht.
Das gilt von ihm in besonderer Weise. Einen sehr guten – empfehlenswerten – Überblick über die Schriften Nietzsches gibt der emeritierte Hannoveraner Prof. Wiebrecht Ries in seinem Buch „Nietzsches Werke. Die grossen Texte im Überblick“.
Ich habe mich entschieden, nicht nur eine Schrift Nietzsches zu behandeln, denn wenn man nur eine Schrift von ihm kennt, kennt man Nietzsche nicht.
Das gilt von ihm in besonderer Weise. Einen sehr guten – empfehlenswerten – Überblick über die Schriften Nietzsches gibt der emeritierte Hannoveraner Prof. Wiebrecht Ries in seinem Buch „Nietzsches Werke. Die grossen Texte im Überblick“.
Gerhard Stamer wird die wichtigsten Schriften Nietzsches in einem Vortrag vorstellen. Anschließend wird genug Zeit sein, darüber zu diskutieren.

6.5.: Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik
13.5.: Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben (aus den Unzeitgemäßen Betrachtungen)
20.5.: Menschliches, Allzumenschliches
27.5.: Die fröhliche Wissenschaft
3.6.: Also sprach Zarathustra
10.6.: Jenseits von Gut und Böse
17.6.: Der europäische Nihilismus
24.6.: Ecce homo. Wie man wird, was man ist
1.7.: Der Wille zur Macht (das unter Mitwirkung von Elisabeth Förster-Nietzsche herausgegebene zu Recht kritisierte Buch)
8.7.: ein Fazit
Wie immer halten wir uns nicht sklavisch an diese Vorgabe!

Philosophieren mit Platon

10 x Do:
7.5./14.5./28.5./4.6./11.6./18.6./25.6./2.7./9.7./16.7.
19:00 Uhr / Die Teilnahme erfolgt durch Einladung per eMail zu einer Video-Konferenz von Dr. Gerhard Stamer, der das Seminar auch leitet. Interessenten werden gebeten, sich rechtzeitig per eMail (stamer@stamer-reflex.de) für die Abende anzumelden.
Wir bitten um Überweisung für das gesamte Seminar (€ 100,00) oder Teilnahme (€ 10,00 pro Abend) auf das Konto 121819 bei der Sparkasse Hannover.
Gerhard Stamer liest an jedem Abend Ausschnitte aus je einem Dialog Platons und leitet anschließend eine Diskussion darüber ein. Platon scheint einerseits, wenn man sich so anhört, was viele Gebildete heute über ihn zu wissen meinen, längst ein alter Hut zu sein, während ganz im Gegensatz dazu der Spruch des nicht gerade unbekannten Philosophen Whitehead aus dem 20. Jahrhundert zu einer oft benutzten Metapher geworden ist, dass die gesamte Philosophie nur eine Fußnote zu Platon sei. Darüber wollen wir uns ein Urteil bilden.
Aber entscheidend soll sein, dass jeder Text ein Anlass zu eigenem Philosophieren ist. Auf folgende Dialoge werde ich eingehen:
Apologie, Gorgias, Menon, Phaidon, Protagoras, Parmenides, Theaitetos, Politeia, Philebos, Timaios

Club der lebenden Denker

Fällt aus

REFLEX Programm Januar – April 2020

„Von Hegel zu Nietzsche“

Der revolutionäre Bruch im Denken des
19. Jahrhunderts“

(Dieser Titel ist identisch mit dem Buch von Karl Löwith.)

12 x Mi:
15.1./22.1./29.1./5.2./12.2./19.2./26.2./4.3./11.3./18.3./25.3./1.4.
10:00 Uhr, Lister Turm, Walderseestr. 100
Kursgebühr: € 180,- Leitung: Dr. Gerhard Stamer

Mit dem Tod von Hegel im Jahre 1831 – wenn man einen Zeitpunkt markieren möchte – endet die Hegemonie der großen idealistisch-metaphysi- schen Tradition in der Philosophie, die Hegel vollendet hat. Denker wie Feuerbach, Marx, Kierke- gaard und Nietzsche begründen neue Denk-ansätze.

Wir werden sie mit Hegels Philosophie konfrontieren und versuchen, weder auf das Neue blindlings abzufahren, noch das Alte unbeirrt fest- zuhalten. Ziel ist es natürlich, zu verstehen, was dieser Bruch für das Zeitgeschehen bedeutet, d.h. auch für unser Philosophieren heute.

Die Achsenzeit

10 x Do:
16.1./23.1./30.1./6.2./13.2./20.2./27.2./5.3./12.3./19.3.
19:00 Uhr, Lister Turm, Walderseestr. 100
Kursgebühr: € 10,- (pro Abend)
Leitung: Dr. Gerhard Stamer

Um das 6. Jahrhundert v. Chr. traten in verschiedenen Kulturräumen der Welt Philosophen und
Propheten auf, die das bisherige mythische Denken überwanden. Konfuzius und Laotse in China, Buddha in Indien, Zarathustra in Persien, die Propheten des Alten Testaments in Israel und die Philosophen in Griechenland. Diese Zeit wurde von Karl Jaspers „Achsenzeit“
genannt.
Der Ägyptologe Jan Assmann hat 2018 ein spannendes Buch mit dem Titel „Achsenzeit. Eine Archäologie der Moderne“ veröffentlicht, in dem er „Karl Jaspers´ Achsenzeit-Theorie […] zu den wirkungsmächtigsten wissenschaftlichen Mythen der Moderne“ zählt. Wir wollen in einer Zeit, in der von Transhumanismus die Rede ist, darüber diskutieren, was die Achsenzeit immer noch mit uns zu tun hat.

Literatur:
Karl Jaspers: Vom Ursprung und Ziel der Geschichte, 1949. Jan Assmann: Achsenzeit. Eine Archäologie der Moderne, 2018. Interessant ist, dass Habermas in seiner neuesten Schrift, „Auch eine Geschichte der Philosophie“, auf die Achsenzeit dezidiert eingeht; was wir uns
natürlich nicht entgehen lassen.

Hegels spekulative Dialektik

7 x Di: 14.1./21.1./28.1./11.2./18.2./25.2./10.3.
Reservetermin: 24. März
19-21:00 Uhr, Lister Turm, Walderseestr. 100
Kursgebühr: € 85,- Leitung: Dr. Rüdiger Rimpler

Kaum ein anderer Denker hat den Übergang zur Moderne so sehr geprägt wie Georg Wilhelm Friedrich Hegel. Karl Marx wäre ohne seine Philosophie nicht denkbar. Schopenhauer und Nietzsche, Heidegger und Adorno hätten ohne Hegel niemanden gehabt, gegen den sie in ihrem Denken so sehr hätten opponieren können wie gegen ihn. Hegel ist einer der umstrittensten und zugleich einflussreichsten Denker auf der Schwelle zur Moderne. In diesem Seminar wollen wir uns eingehend mit dem Denken dieses Philosophen und seiner spekulativen Dialektik auseinandersetzen.                                                                                                                                            Textbasis:
G.W.F. Hegel: Wissenschaft der Logik, Teil I Objektive Logik, Kapitel 1 Das Sein.
Inklusive der hinführenden Vorreden und Einleitung.
Textausgabe:
– Entweder kostenlos:
www.zeno.org/Philosophie/M/Hegel,+Georg+Wilhelm+Friedrich/Wissenschaft+der+Logik
– Oder kritisch kommentiert:
Wissenschaft der Logik. Erster Teil: Die objektive Logik.
Erster Band. Die Lehre vom Sein (1832), hrsg. von Hans- Jürgen Gawoll, Meiner Verlag 2008.

Sekundärliteratur:
– „Ich und Welt“ von Gerhard Stamer                                                                                                            – „Prager Vorlesungen zum Deutschen Idealismus“ von Christian Iber

Club der lebenden Denker

Gerhard Stamer berichtet über die 13. SCHWEIZER BIENNALE ZU WISSENSCHAFT, TECHNIK + ÄSTHETIK, die zum Thema „Das Mysterium des Bewusstseins“ am 18. Januar 2020 in Luzern stattfindet, bzw. stattgefunden hat.

Dienstag, 3.3.2020: 19:00 Uhr
Kulturzentrum Faust, Linden-Nord
Der Nachbarin Café
Zur Bettfedernfabrik 3
Eintritt: € 5,-

Die Abende finden jeden ersten Dienstag des Monats statt, wenn es kein Feiertag ist. Die Referenten und Themen werden rechtzeitig
bekannt gegeben

Programm September bis Dezember 2019

„Was ist der Mensch? Wer sind wir?“

Anthropologie in aktueller Absicht

12 x Mi:

11.9./18.9./25.9./2.10./9.10./16.10./23.10./30.10./6.11./13.11. /20.11./27.11.

Kursgebühr: € 180,-

10:00 Uhr, Lister Turm, Walderseestr. 100

Leitung: Dr. Gerhard Stamer

Was der Mensch ist, stellt kein Problem dar. Denn er existiert in Millionen Exemplaren. Aber ihn zu definieren, bereitet trotzdem große Schwierigkeiten. Naturwissenschaftliche, soziologische, theologische, aber auch philosophische Erklärungen erfassen verschiedene Aspekte des menschlichen Wesens und widersprechen sich. Weder als Ebenbild Gottes noch im Vergleich mit den Tieren gelingen überzeugende Beschreibungen. Die Einheit von Körper, Seele und Geist, die Geschichtlichkeit des Menschen, sein Dasein zwischen Subjektivität und Objektivität, die Diversität seiner Kulturen nötigen dazu, die Einheit einer Komplexität zu denken, die sich dem Zugriff der Erkenntnis zu entziehen scheint. Sollte dem Menschen sein eigenes Wesen verschlossen bleiben? Was bedeutet das für seine Existenz, wenn er nicht weiß, wer er ist?

In diesem Seminar wollen wir uns mit Hilfe zweier klassischer Texte der Anthropologie aus dem vergangenen Jahrhundert dieser Thematik nähern. Auszüge aus den folgenden Texten ziehen wir dazu heran:

Max Scheler: Die Stellung des Menschen im Kosmos, 1928.

Helmuth Plessner: Die Stufen des Organischen und der Mensch. Einleitung in die philosophische Anthropologie, 1928.

Wir werden uns auch das zum Thema passende gerade erschienene Buch ansehen von

Volker Gerhardt: Humanität. Über den Geist der Menschheit, München: C.H. Beck 2019.

Gedanken über die Zukunft

Kann die Vervollkommnung des Kapitalismus den Weltuntergang verhindern?

10 x Do:
12.9./19.9./26.9./10.10./17.10./31.10./7.11./14.11./21.11./28.11. 
19:00 Uhr, Lister Turm, Walderseestr. 100
Kursgebühr: € 10,- (pro Abend)
Leitung: Dr. Gerhard Stamer

Deborah Danowski / Eduardo Viveiros de Castro: In welcher Welt leben? Ein Versuch über die Angst vor dem Ende, Berlin: Matthes und Seitz 2019.

Anhand dieses Buches und unter Heranziehung anderer einschlägiger Gegenwartslektüre wie dem „terrestrischen Manifest“ von Bruno Latour (edition suhrkamp 2018) beschäftigen wir uns in diesem Seminar mit den heute verbreiteten Vorstellungen über die Zukunft. Wichtiger Punkt: Zu welchem Ergebnis kommen wir? Was machen wir? Haben wir die Chance, was zu machen?

Gender-Debatte

5 x Di: 10.9./17.9./24.9./ 8.10./ 22.10.
19:00 Uhr, Lister Turm, Walderseestr. 100
Kursgebühr: € 50,- 
Leitung: Dr. Rüdiger Rimpler

James Bond ist bald kein Mann mehr und das höchste Amt der EU wird erstmals von einer Frau bekleidet. Das Patriarchat oder das, was als solches galt, ist im Umbruch begriffen. Kommt als nächstes das Matriarchat? – Vielleicht. Klar ist, dass die Rollenverteilung zwischen den Geschlechtern neu ausgehandelt wird. Was bedeutet das für Familie und Gesellschaft?
Am Leitfaden der Diskussion über #MeToo soll ein Einstieg gefunden werden in die gegenwärtige Gender-Debatte.

Quellen zur Auswahl:
S. Flaßpöhler: Die potente Frau, Berlin: Ullstein 2018 (ISBN 9783550050763).            Rezension zu o.g. Buch: https://man-tau.com/2018/09/29/medien-flasspoehler- metoo/    Diskussion zwischen S. Flaßpöhler und M. Stokowski: https://youtu.be/CgFGTXKRuhQ   “The Red Pill”: Dokumentarfilm von Cassie Jaye.                                                       Rezensionen auf Wikipedia und Youtube: https://de.m.wikipedia.org/wiki/The_Red_Pill;
https://www.youtube.com/watch?v=GBoAyvYMBRM

Club der lebenden Denker

Moderierte Themenabende mit lebhafter Diskussion

Termine: 3.09. / 1.10. / 12.11.(!) / 3.12.2019 
19:00 Uhr
Eintritt: € 5,- 
Kulturzentrum Faust, Nachbarin Café. Zur Bettfedernfabrik 3
Jeden ersten Dienstag im Monat außer im November.
Referenten und Themen werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Thema am 3. September:

Identitätspolitik ist der falsche Weg 

Moderation: Dr. Rüdiger Rimpler

Das „sichtbar herumwandernde Problem aller Philosophie“
Mensch und Natur bei Schelling.

Studienreise nach Bamberg
Leitung: Prof. Dr. Ch. Illies / Dr. G. Stamer
18. - 20. Oktober 2019
Beginn: 18. Okt., 10:00 Uhr.
Seminarort: Universität Bamberg
Seminargebühr: € 200,- (einschließlich Stadtführung)
Anreise und Unterbringung bitten wir die Teilnehmer selbst
zu organisieren. An dem Seminar nehmen auch Studierende
der Philosophie teil.

In der traditionsreichen Stadt Bamberg an der Pegnitz, Weltkulturerbe seit 1993, werden wir uns mit der Philosophie von Friedrich Wilhelm Joseph Schelling beschäftigen. Schelling, der selbst kurze Zeit in Bamberg verbrachte, um Medizin zu studieren, entwarf bereits in jungen Jahren ein eigenes hochkomplexes philosophisches Gedankengebäude, in dem er die Einheit von Natur und Geist zu erfassen versuchte. – Im Seminar werden wir seinen Gedankengängen folgen.

Bücher

von Dr. Gerhard Stamer und Dr. Rüdiger Rimpler

 

Gerhard Stamer
ICH UND WELT
Zur konstitutiven Rolle der
Transzendentalen Apperzeption
bei Kant, Hegel und Husserl
ISBN: 9 78 374 8 1388 77
Verlag: BoD
Auch als E-Book erhältlich

Rüdiger Rimpler
WELTVERBESSERER UND SPIELENTSCHEIDER
Begegnungen mit der Philosophie des Yuval Noah Harari
ISBN: 978 173 1198 754
Independently published by Dr. Rüdiger H. Rimpler                                                                         Auch als E-Book erhältlich

“Habermas – oder das Elend der Verfahrensrationalität

Reflexionen Bd. 3: “Habermas – oder das Elend der Verfahrensrationalität”

Dr. Gerhard Stamer, LIT-Verlag, Münster 2007 

(ISBN 978-3-8258-0243-1)

Dieser Band zeigt die kontraproduktiven Folgen eines Denkens – wie das von Jürgen Habermas – auf, das die substanziellen Gehalte der traditionellen Kultur durch Negation der Metaphysik bewahren möchte.

Die Veröffentlichungen von Jürgen Habermas sind als Kritik des Zeitgeistes selbst Zeitgeist. Die in ihnen geäußerten prägnanten Positionen bieten darum eine geeignete Möglichkeit, ein sich bewußt modern verstehendes Denken zum Gegenstand zu machen. Das hier vorliegende Buch hat die Zielsetzung, in plastischer Argumentation die Grenzen der theoretischen Konzeption von Habermas aufzuzeigen, um dabei zugleich eine eigene zu umreißen. Der inhaltiche Schwerpunkt der gesamten Arbeit besteht darin, die reduktionistischen Konsequenzen einer Philosophie sichtbar zu machen, die sich programmatisch der Metaphysik verweigert. Eine dieser Konsequenzen ist das Scheitern des Versuchs, Denken und Bewußtsein in der Dimension der Sprache abzuhandeln., eine weitere, die Aussagenlosigkeit und Begründungsschwäche einer voluminös ausgebreiteten Philosophie, die sich keine Inhalte mehr zutraut. Selbst die innere Konsistenz der systematischen Konzeption ist fragwürdig, denn der klaffende Widerspruch zwischen einer Konstituierung der Gesellschaft durch bewußte sprachlich-symbolische Sinngebung einerseits und der Lebenswelt andererseits, die transzendental aller Bewußtseinstätigkeit vorangehen soll, ist nicht zu übersehen.

In der Auseinandersetzung mit den Grundzügen des Denkens von Habermas nehmen die alternativ skizzierten und in dem Sinne positiven Inhalte dieser Arbeit Gestalt an. Der größte Raum wird dabei der Explikation der logischen Existenziale gewidmet. Sie sind die Elemente, aus denen die Eigenständigkeit der Dimension von Bewußtsein und Denken hervorgeht. In diesem Kontext gewinnt — fernab von jeder Überschwänglichkeit — die Einheit von Geist und Natur in einem Ganzheitskonzept, das sich dem Denken der metaphysischen Tradition verbunden weiß, ihre Plausibilität. Das bewußte Erleben wird im Kontrast zu den Sätzen naturwissenschaftlicher Objektivität als die primäre, ursprüngliche Realität des Menschen ausgewiesen, woraus eine aktive Deutung des Menschen abzuleiten ist.

Die Form der Arbeit ist für das Genre von ungewöhnlicher Lebendigkeit. Sie wird durch eine Darstellung erreicht, die grundsätzlich den Charakter des Dialogs hat und durch Briefe, Gespräche im Kreis von Freunden, Vorträgen, theoretischen Ausarbeitungen, auch Notizen, im besten Sinne des Wortes ein kommunikatives Handeln vor Augen führt.