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“Habermas – oder das Elend der Verfahrensrationalität

Reflexionen Bd. 3: “Habermas – oder das Elend der Verfahrensrationalität”

Dr. Gerhard Stamer, LIT-Verlag, Münster 2007 

(ISBN 978-3-8258-0243-1)

Dieser Band zeigt die kontraproduktiven Folgen eines Denkens – wie das von Jürgen Habermas – auf, das die substanziellen Gehalte der traditionellen Kultur durch Negation der Metaphysik bewahren möchte.

Die Veröffentlichungen von Jürgen Habermas sind als Kritik des Zeitgeistes selbst Zeitgeist. Die in ihnen geäußerten prägnanten Positionen bieten darum eine geeignete Möglichkeit, ein sich bewußt modern verstehendes Denken zum Gegenstand zu machen. Das hier vorliegende Buch hat die Zielsetzung, in plastischer Argumentation die Grenzen der theoretischen Konzeption von Habermas aufzuzeigen, um dabei zugleich eine eigene zu umreißen. Der inhaltiche Schwerpunkt der gesamten Arbeit besteht darin, die reduktionistischen Konsequenzen einer Philosophie sichtbar zu machen, die sich programmatisch der Metaphysik verweigert. Eine dieser Konsequenzen ist das Scheitern des Versuchs, Denken und Bewußtsein in der Dimension der Sprache abzuhandeln., eine weitere, die Aussagenlosigkeit und Begründungsschwäche einer voluminös ausgebreiteten Philosophie, die sich keine Inhalte mehr zutraut. Selbst die innere Konsistenz der systematischen Konzeption ist fragwürdig, denn der klaffende Widerspruch zwischen einer Konstituierung der Gesellschaft durch bewußte sprachlich-symbolische Sinngebung einerseits und der Lebenswelt andererseits, die transzendental aller Bewußtseinstätigkeit vorangehen soll, ist nicht zu übersehen.

In der Auseinandersetzung mit den Grundzügen des Denkens von Habermas nehmen die alternativ skizzierten und in dem Sinne positiven Inhalte dieser Arbeit Gestalt an. Der größte Raum wird dabei der Explikation der logischen Existenziale gewidmet. Sie sind die Elemente, aus denen die Eigenständigkeit der Dimension von Bewußtsein und Denken hervorgeht. In diesem Kontext gewinnt — fernab von jeder Überschwänglichkeit — die Einheit von Geist und Natur in einem Ganzheitskonzept, das sich dem Denken der metaphysischen Tradition verbunden weiß, ihre Plausibilität. Das bewußte Erleben wird im Kontrast zu den Sätzen naturwissenschaftlicher Objektivität als die primäre, ursprüngliche Realität des Menschen ausgewiesen, woraus eine aktive Deutung des Menschen abzuleiten ist.

Die Form der Arbeit ist für das Genre von ungewöhnlicher Lebendigkeit. Sie wird durch eine Darstellung erreicht, die grundsätzlich den Charakter des Dialogs hat und durch Briefe, Gespräche im Kreis von Freunden, Vorträgen, theoretischen Ausarbeitungen, auch Notizen, im besten Sinne des Wortes ein kommunikatives Handeln vor Augen führt.

Programm Mai – Juli 2019

Programm REFLEX
Mai – Juli 2019

Edmund Husserl:
Psychologie und Transzendentalphilosophie
6 x Mi: 5.6./12.6./19.6./26.6./3.7./10.7.
10:00 Uhr, Lister Turm, € 90,- Leitung: Dr. Gerhard Stamer
In seiner Schrift „Die Krisis der europäischen Wissenschaften und die transzendentale
Phänomenologie” unternimmt es Husserl, die Notwendigkeit einer Verschwisterung von
Philosophie und Psychologie zu denken.
Das ist ein interessantes Abenteuer, denn der Haupttrend der Psychologie im 20.
Jahrhundert und bis heute besteht darin, das Verhältnis des Bewusstseins zum
Unbewussten zu thematisieren.

Hannah Arendt: „Vita activa“
6 x Do: 6.6./13.6./20.6./27.6./4.7./11.7.
19 Uhr im Lister Turm, Gebühr: € 10,- (pro Abend)
Leitung: Dr. Gerhard Stamer
In dieser Schrift bemüht sich Hannah Arendt darum, die praktische Seite der Philosophie
zu verdeutlichen. Ihr gelingt dabei eine Aktualisierung der Philosophie bis in unsere
Gegenwart. Wir werden uns in diesem Kurs die wesentlichen Inhalte aneignen.

Francis Fukuyama über die Krise der westlichen Demokratien
5 x Dienstag: 7.5./14.5./21.5./28.5./11.6. 19:00 Uhr, Lister Turm, € 50,-                                    Leitung: Dr. Rüdiger Rimpler

In seinem neuesten Buch „Identity“ analysiert der US-amerikanische Historiker Francis
Fukuyama die gegenwärtige Krise unserer westlichen Demokratien und bezieht sich dabei
auf eine lange philosophische Tradition, die gemäß Platons „Thymos“ das Streben des
Menschen nach Anerkennung ins Zentrum der Betrachtung rückt.
Fukuyama kommt dabei zu dem Ergebnis, dass die gegenwärtige Krise der westlichen
Demokratien auf eine klare Ursache zurückführbar sei: „Der Aufstieg der Identitätspolitik in
modernen liberalen Demokratien ist eine der größten Bedrohungen, mit welchen sie es zu
tun haben (…)“ [Identity, Profile Books 2018, S. XVI, Übersetzung RR].
In diesem fünfteiligen Seminar wollen wir Fukuyamas Gedanken und seinen Blick auf die
Philosophiegeschichte kritisch erörtern und gemeinsam auf Augenhöhe diskutieren.
Öffentliche Auftaktveranstaltung am 7.5.
Kulturzentrum Faust, Der Nachbarin Café
19:00 Uhr

Club der lebenden Denker
Kulturzentrum Faust, Linden-Nord, Der Nachbarin Café
19:00 Uhr, Eintritt: € 5,- Die Abende finden i.d.R jeden ersten Dienstag des Monats statt.

7. Mai: Francis Fukuyama über die Krise der westlichen Demokratien.
Öffentliche Auftaktveranstaltung zum gleichnamigen Seminar mit einer
Einführung und Diskussion zu Fukuyamas Buch „Identität. Wie der Verlust der
Würde unsere Demokratie gefährdet“.
Referent: Dr. Rüdiger Rimpler

2. Juli: Kritische Auseinandersetzung mit Daniel Dennetts gerade erschienenem Buch
„Von den Bakterien zu Bach – und zurück. Die Evolution des Geistes.“ Referent: Dr. Gerhard Stamer

 

REFLEX e.V.
Institut für Praktische Philosophie
Alte Herrenhäuser Str. 26
30419 Hannover
Verantwortlicher Leiter für Veranstaltungen, Programm und Publikationen: Dr. Gerhard Stamer.

Anmeldung zu Kursen und Seminaren bitte per Telefon, Fax oder eMail.
Telefon: 0511 / 394 63 07
Telefax: 0511 / 394 63 08
eMail: REFLEX@stamer-reflex.de
Internet: http://www.stamer-reflex.com
Kurs- und Seminargebühren sind vor Beginn der Veranstaltung zu zahlen auf das Konto
DE71 2505 0180 0000 1218 19
bei der Sparkasse Hannover (SPKHDE2HXXX).
Ermäßigungen sind nach Rücksprache möglich.
REFLEX e.V. ist ein gemeinnütziger Verein

Programm Februar bis April 2019

Gesprächsabende über die Zukunft

10 x Do: ab 7. Februar
19 Uhr im Lister Turm, Gebühr: € 10,- (pro Abend)
Leitung: Dr. Gerhard Stamer

Die Philosophie besitzt eine gewaltige Geschichte. Von den Vorsokratikern bis ins 21. Jahrhundert. Die Neigung dazu, Philosophie als Philosophie-geschichte zu betreiben, liegt nahe. Das ist ein gesichertes Gelände. Vor allem auch, weil die vehemente Entwicklung von Wissenschaft und Technik, von Digitalisierung und Globalisierung die Gesellschaft in eine neue Epoche hinein schleudert, in der die Kontinuität traditionellen Bewusstseins zu zerfallen droht, so dass sich Gewissheiten in Unsicherheiten auflösen. Die Gegenwart ist eine einzige Problemlage. Wie geht es mit uns Menschen auf diesem Planeten weiter? Wir wissen es nicht, aber wir können uns Gedanken darüber machen. Das ist die Absicht unserer Gesprächsrunden. Gerhard Stamer wird sie einleiten.

7.2.                     Globalisierung: Was wird wirklich anders?
14.2.                   Digitalisierung: Was geschieht mit der analogen Welt?
21.2.                   Europa: Bleiben wir Deutsche? Was ist ein Europäer?
28.2.                   Kapitalismus: Kann man ihn abschaffen?
7.3.                     Sozialismus: Ist er vorbei? Oder kommt er noch?
14.3.                   Natur: Steigen wir aus der Natur aus? Geht das? Wollen wir das?
21.3.                   Erde: Was hat der Weltraum zu bieten? Machen wir die Erde kaputt?
28.3.                   Wissenschaft: Warum eine andere Wissenschaft? Wie sähe die aus?
4.4.                     Gender: Was ist ein soziales Geschlecht?
11.4.                   Menschenrechte: Welche Bedeutung hat das Normative?

Edmund Husserl

„Die Krisis der europäischen Wissenschaften und die transzendentale Phänomenologie.

10 x Mi: 6.2. / 13.2. / 20.2. / 27.2. /6.3. / 13.3. / 20.3. / 27.3. / 3.4. / 10.4.2019
10:00 Uhr, Lister Turm, € 150,-
Dr. Gerhard Stamer

 Diese Schrift Husserls ist ein Zeitdokument besonderer Art. Kennzeichnen ließe es sich in folgender Weise: Wie die methodische Grundlagenreflexion der Philosophie zur fundamentalen Gesellschaftskritik wird. Oder: Wie Transzendentalphilosophie politisch wird.

In seinen letzten Lebensjahren von 1934 bis 1937 – im Angesicht des Nationalsozialismus – hatte Husserl an diesem Werk gearbeitet. Der Anlass zur Entstehung des Werkes war ein Vortrag, den Husserl mit großer Resonanz am 7. Mai 1935 in Wien hielt. In einem historischen Rückblick weist Husserl auf, wie seit Galilei im Prozeß der Moderne eine „mathematisierende Umdeutung der Natur“ stattfand, die in den Formen

des Objektivismus und Naturalismus zu einer verhängnisvollen Entfremdung zwischen Naturwissenschaft und menschlicher Lebenswelt führte. Emphatisch stellt sich Husserl in die große abendländische Tradition des Geistes, die er wie niemand vor ihm mit der konkreten Lebenswelt verknüpft.

In dem Seminar werden wir uns zunächst mit dem zitierten Vortrag und dann mit einigen ausgewählten Kapiteln der Schrift befassen, die den Überblick über das ganze Werk vermitteln.

Club der lebenden Denker

Kulturzentrum Faust, Linden-Nord, Der Nachbarin Café
19:00 Uhr, Eintritt: € 5,-

Die Abende finden ab Februar jeden ersten Dienstag des Monats statt:
Am 5.2. findet ein Abend zur Erinnerung an Rosa Luxemburg statt, die vor 100 Jahren ermordet wurde.
Referent: Dr. Gerhard Stamer
Am 5.3. liest Dr. Gerhard Stamer aus seinem neuen Buch „Ich und Welt“.
Referent und Thema für den 2. April werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Zur Sinnfrage bei Jordan Peterson

5 x Dienstag: 19:00 Uhr
Auftaktveranstaltung am 19.02.2019 um 19:00 Uhr im Kultuzentrum Faust, Der Nachbarin Café
Seminare am 26.02. / 12.03. / 19.03. / 26.03.2019 im FZH Lister Turm, Walderseestraße 100 (Teestube)
Seminargebühr für alle 5 Termine: € 50,-

Leitung: Dr. Rüdiger Rimpler

Wer die Sinnfrage stellt, beantwortet sie oft mit Blick auf Zugehörigkeit oder Selbstverwirklichung. Für beides spielt Identität eine bedeutende Rolle: Sei es die Identität der Gruppe, mit der man sich verbunden fühlt. Sei es die Identität des eigenen Selbst, die man entweder zu verwirklichen oder festzuhalten versucht.  Jordan Peterson behauptet für beides konkrete Antworten zu haben.

Damit kann er als ein Gegenspieler zu Y.N. Harari verstanden werden, der Sinn für bloße Fiktion hält, das Festhalten an der eigenen Ich-Identität für wissenschaftlich überholt erklärt, und das Spezifikum des Menschen in dessen Kooperationsfähigkeit verortet.  Im Seminar wollen wir Petersons Antworten kritisch hinterfragen.

Lektüre: Rezipierbare Texte und Interviews werden am 19. Februar bekannt gegeben.

Das neue Buch von Gerhard Stamer ist erschienen.

ICH UND WELT
Zur konstitutiven Rolle der Transzendentalen Apperzeption bei Kant, Hegel und Husserl
ISBN-13: 9 783748 138877
Verlag: Books on Demand
Auch als E-Book erhältlich.

ich und die welt

Für die Studienreise nach Samos sind noch Plätze frei!

Frühling der Philosophie – Frühling auf Samos

“Die Entdeckung des Geistes”
Bildungsreise vom 7. – 21. Mai 2019
Die Natur schlägt im Menschen die Augen auf, sagt der Philosoph Schelling. Wie das
über die Literatur sich entwickelt, über die Epen von Homer, die Lyrik von Sappho und die
Tragödien von Sophokles und Aischylos, und wie dies schließlich zur Philosophie führt,
das werden wir anhand des wunderbaren Klassikers “Die Entdeckung des Geistes” von
Bruno Snell nachvollziehen. Antiquarisch zu erhalten unter www.zvab.de. Wir stellen aber
auch eine Textmappe mit den wichtigsten Stellen des Buchs her, auf die wir uns beziehen.

Seminarleitung: Dr. Gerhard Stamer
Seminargebühr: € 400,- (pro TeilnehmerIn)
Wir bitten darum, die Buchung von Flug und Hotel eigenständig vorzunehmen.
Direktflug: (Von uns empfohlen) Hannover – Samos. Mit Condor Flugdienst. Kosten: € 195,-
Hin: 7.5.19: Hannover ab: 05:15; Samos an: 09:25
Rück: 21.5.19: Samos ab:10:25; Hannover an: 12:50
Ort: Limnionas auf Samos. Unterbringung im Hotel limniosas-bay-village.
Buchungszeitraum: 7. bis 21. Mai 2019, Halbpension
Ein Einzelzimmer mit Frühstück 50 €, mit Abendessen 60 €.
Ein Doppelzimmer mit Frühstück 60 €, mit Abendessen 80 €.
Kennwort: „Stamer Philosophie Group“
Webadresse: www.hotel-limnionas-bay-village.com
Mail: info@hotel-limnionas-bay-village.gr
Anmeldung: Geschieht mit einer Anzahlung von € 100,- pro Person.
Tagesablauf: 9:00-12:00 Uhr Seminar, nachmittags zur freien Verfügung oder gemeinsame
Exkursionen zu Sehenswürdigkeiten von Samos: in die bezaubernde Natur der Insel und zu
antiken Stätten wie der Burg des Polykrates, dem grandiosen Heratempel oder abgelegenen
Klöstern.
Weitere Informationen erteilen wir gern bei REFLEX.
www.stamer-reflex.de
eMail: stamer@stamer-reflex.de
Fon: 0511 / 3946307
Konto: DE 71 2505 0180 0000 1218 19 BIC: SPKHDE2HXXX
V.i.S.d.P. Dr. Gerhard Stamer, REFLEX, Institut für Praktische Philosophie.

Programm September bis Dezember 2018

Was hat der Mensch mit dem Kosmos zu tun?

Seminar. Leitung: Dr. Gerhard Stamer

10 x Mittwoch: 10:00 Uhr
12.9./19.9./26.9./10.10./17.10./24.10./7.11./14.11./21.11/28.11
FZH Lister Turm, Walderseestraße 100
€ 150,-

Als Urknall wird in der Kosmologie der Beginn des Universums, also der Anfangspunkt der Entstehung von Materie, Raum und Zeit bezeichnet. Er ereignete sich vor etwa 13,8 Milliarden Jahren. Das ist der allgemeine Stand der Wissenschaft. Haben wir Menschen damit etwas zu tun? Unser Leben spielt sich im Rahmen unseres Planeten Erde und seiner Natur ab. Oder noch konkreter: Innerhalb der Gesellschaft oder der Kultur, in der wir leben. Geographisch gesehen: Häufig nur in einer bestimmten Region. Zeitlich gesehen: Nur in einer bestimmten Epoche. Jedenfalls: Die Dauer unserer individuellen Existenz ist ein Plinkern in der Dimension des Weltalls. Aber dennoch: Ohne Frage verdanken wir unser Dasein der Existenz des Kosmos. Deshalb interessiert es nach wie vor: Was haben wir mit ihm konkret in unserem Leben zu tun?

In unserem Kurs wollen wir uns mit 2 Büchern beschäftigen, die sich genau damit befassen; das eine aus unserem Jahrhundert, das andere aus den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Selbstverständlich werden wir auch kurz auf die Kosmologie Platons zurückblicken, die er in seinen Dialogen Politikos und Timaios entwarf.

  • Thomas Nagel: “Geist und Kosmos: Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist.” 2013
  • Max Scheler: Die Stellung des Menschen im Kosmos. 1928

Was Menschen sich für Gedanken machten und wie auf die Weise die Philosophie entstand

Leitung: Dr. Gerhard Stamer

10 x Donnerstag: 19:00 Uhr
13.9./20.9./27.9./4.10./11.10./18.10./25.10./8.11./15.11/22.11
FZH Lister Turm, Walderseestraße 100
pro Abend: € 10,-

Die Welt ist ein Rätsel. Trotz allem Wissen und aller Wissenschaft.

Wir staunen immer noch, dass es das alles gibt, was es gibt und wie es sich über Milliarden Jahre herausgebildet hat. Darüber haben sich Philosophen seit je den Kopf zerbrochen. Man muss das nicht tun. Aber da wir Verstand und Vernunft haben, lässt es sich kaum vermeiden. Manche finden es nach wie vor interessant, obwohl es nichts einbringt.

In diesem Seminar fangen wir mit dem Anfang der Philosophie in Europa, bei den alten Griechen, an und verfolgen, wie sich das Denken entwickelt, komplexer und tiefsinniger wird – und immer mit dem Rätsel umgeht, trotz allem Wissen, das dabei anfällt.

Zur Einstimmung ziehen wir begleitend Weischedels “Die philosophische Hintertreppe” heran, in der er Leben und Werk der Philosophen, die wir behandeln, anschaulich darstellt.

13.9.          Die Naturphilosophen: Thales,     Anaximenes, Empedokles
20.9.          Die Pythagoreer
27.9.          Anaximander und Anaxagoras
4.10.          Parmenides und Heraklit
11.10.        Leukipp und Demokrit
18.10.        Die Sophisten, Protagoras, Gorgias
25.10.        Sokrates und Platon
8.11.          Aristoteles
15.11.        Die Stoiker
22.11.        Epikur

Über die Herausforderungen des digitalen Zeitalters.

J. Lanier. “Wem gehört die Zukunft? Du bist nicht der Kunde der Internetkonzerne. Du bist ihr Produkt.”

6 x Dienstag: 16. 10./23.10./30.10./13.11./20.1./ 27.11
19:00 Uhr
Leitung: Dr. Rüdiger Rimpler
FZH Lister Turm, Walderseestraße 100
€ 60,-

“Philosophie 4.0” ist das Titelthema einer lockeren Seminar- und Veranstaltungsreihe, die sich ausdrücklich den Herausforderungen der Digitalisierung im Internetzeitalter stellt.

Die einzelnen Themengebiete sollen zunächst Autoren- und Werkgebunden erschlossen werden. Eine thematische Systematisierung und Schwerpunktsetzung wird im Fortgang der Veranstaltungsreihe angestrebt. Gemeinsam wollen wir die Argumentationen und Thesen des Autors bzw. Werks erörtern und so zu eigenständigen Ideen gelangen.

Den Beginn machen wir mit Jaron Lanier und dessen ebenso progressiven wie streitbaren Thesen zum Umgang mit dem Internet und dessen möglicher Zukunft. Lanier ist Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels und gilt als einer der kompetentesten wie schärfsten Kritiker der SiliconValleyEconomy.

Club der lebenden Denker

Kulturzentrum Faust, Linden-Nord, Der Nachbarin Café
19:00 Uhr, Eintritt: € 5,-

Die Abende finden ab September jeden ersten Dienstag des Monats statt, wenn es kein Feiertag ist: also am 4.9., 2.10./6.11./4.12.

Die Referenten und Themen werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Studienreise nach Samos

Interessenten bitte unverbindlich melden!

Zeitpunkt: Zwischen 1.4. 2018 und 18.4.2018

Der genaue Zeitpunkt kann noch nicht angegeben werden, weil der Flugplan der Fluggesellschaft nur bis März 2018 reicht. Das Seminar wird über 10 Tage stattfinden. So bald wie möglich folgen konkrete Angaben.

Ort: Das Seminar findet in Limionas statt. Der Ort liegt an der westlichen Südküste von Samos. Der Termin ist gewählt, weil er vor dem Saisonbeginn liegt und daher aus mehreren Gründen günstig ist. Pension wie Restaurant öffnen extra für uns.

Thema: “Die Entdeckung des Geistes”, das berühmte Buch von Bruno Snell.

Seminarleitung: Dr. Gerhard Stamer mit Dr. Hans Asbeck.

Es besteht die Möglichkeiten, dass Begleiter oder Begleiterinneninnen mitreisen, die nicht am Seminar teilnehmen. Reinschnuppern ins Seminar ist immer möglich und empfehlenswert.

Es besteht auch die Möglichkeit, individuell früher anzureisen oder länger zu bleiben. Das aber muss jeder selbst organisieren. REFLEX wird eine Gruppenreise für 14 Personen buchen, wenn der Flugplan vorliegt.

Preis für: (kann noch nicht angegeben werden, wird aber wie immer moderat sein) Seminargebühr, Halbpension, Flug Hannover-Samos und zurück, Transfer vom Flughafen zum Seminarort hin und zurück, Unterbringung und Halbpension.

Tagesablauf: 9:00-12:00 Uhr Seminar

Der Rest des Tages steht für gemeinsame Exkursionen, die vor Ort gemeinsam beschlossen werden und persönlichen Interessen zur Verfügung. Grobe allgemeine Einteilung: Ein Drittel Seminar, ein Drittel Exkursionen, ein Drittel Persönliches.

Programm Mai – Juli 2018

Neue Adresse:
Institut für Praktische Philosophie / Dr. Gerhard Stamer
Alte Herrenhäuser Straße 26 30419 Hannover
Telefon 0511 3946 307 stamer@stamer-reflex.de www.stamer-reflex.de
Sparkasse Hannover (SPKHDE2HXXX) IBAN: DE71 2505 0180 0000 1218 19

 

Club der lebenden Denker
08.05. 05.06. 03.07.2018
Die Abende finden ab Mai jeden ersten Dienstag des Monats statt, wenn es kein Feiertag ist: also am 8. Mai, am 5. Juni, am 3. Juli. Die Referenten und Themen werden rechtzeitig bekannt gegeben.
08.05.
»1968 — Die Zeit des Möglichen.« So lautet ein Titel in der internationalen Zeitschift               »Lettre«. Anknüpfend an diesen Artikel und dieses Motto, wird Gerhard Stamer, der
engagiert dabei war, versuchen, das Ereignis aus heutiger Sicht einzuschätzen.
Kulturzentrum Faust, Der Nachbarin Café, Zur Bettfedernfabrik 3, 30451 Hannover
19 Uhr, Seminargebühr ··············· 5 €

 

Y. N. Harari »Homo Deus«
15.05. 29.05. 05.06 12.06. 19.06.2018
Leitung Dr. Rüdiger Rimpler
»Homo Deus« enthält vielerlei hochbrisante Gedanken zu aktuellen Fortschritten in Wissenschaft und Technik sowie zu den möglichen Zukunftsperspektiven für die Weiterentwicklung der Menschheit.
Es kann auch als eine Studie zur geistigen Situation unserer Zeit verstanden werden, mit der wir uns kritisch auseinandersetzen.
Stadtteilzentrum Lister Turm, Walderseestraße 100,
19 Uhr, Eintritt ··············· 50€

 

Was Darwin fehlt, aber Kant hat — Kant, Kritik der Urteilskraft, §§ 82 bis 91
02.05. 09.05. 16.05. 23.05. 30.05. 06.06. 13.06. 20.06. 27.06. 04.07. 11.07. 18.07.2018
Leitung Dr. Gerhard Stamer
In diesem Seminar werden wir uns mit Kants Naturbegriff auseinandersetzen: Warum geht die Natur in Naturwissenschaft nicht auf? Was hat die Ästhetik mit der Natur zu tun? Welche Rolle spielt die Freiheit in Bezug auf die Natur? Wie ist die Evolution der Arten in die der Natur insgesamt eingebettet? Und kann man vom Menschen als dem Endziel der Evolution sprechen?
Stadtteilzentrum Lister Turm, Walderseestraße 100, 10—12 Uhr
Seminargebühr ··············· 180 €

 

Rückblick auf den Menschen?
03.05 17.05 24.05. 31.05. 07.06. 14.06. 21.06. 28.06. 05.07. 12.07.2018
Leitung Dr. Gerhard Stamer
Globalisierung, Digitalisierung, Big Data, Flüchtlingsströme, Aufrüstung, Kriege und dann noch die Transhumanisten, die von der Zeit nach dem Menschen sprechen, obendrein das dumme Gerede von der postfaktischen Zeit: Der Blick auf die Welt schockt! Ist was gegen den ganzen Spuk zu machen? Experten zucken die Achseln: Der Zug ist längst abgefahren. Was lassen sich die Menschen gefallen? Wann rasten sie aus? Besitzen die Menschen ein rationales Widerstandspotential gegen den Horror? Dieses Seminar ist eines über die Wirklichkeit und Möglichkeit des Menschen und der Menschlichkeit. Was haben Philosophen des 20. Jahrhunderts darüber gedacht?
03.05. Bruno Snell, »Die Entdeckung der Menschlichkeit und unsere Stellung zu den Griechen«. 1946 17.05. Hannah Arendt, »Vita activa oder Vom tätigen Leben«. 1960
24.05. Arnhold Gehlen, »Der Mensch. Seine Natur und seine Stellung in der Welt«. 1940
31.05. Helmut Plessner, »Die Stufen des Organischen und der Mensch«. 1928
07.06. Max Scheler, »Die Stellung des Menschen im Kosmos«. 1928
14.06. Karl Löwith, »Natur und Humanität des Menschen«. 1957
21.06. Michael Theunissen, »Selbstverwirklichung und Allgemeinheit«. 1982
28.06. Martin Heidegger, »Brief über den Humanismus«. 1947
05.07. Hans Jonas, »Das Prinzip Verantwortung. Versuch einer Ethik für die technologische Zivilisation«. 1979
12.07. Jürgen Habermas, »Die Zukunft der menschlichen Natur — Auf dem Weg zu einer liberalen Eugenik?«. 2001
Stadtteilzentrum Lister Turm, Walderseestraße 100, 30177 Hannover
19—21 Uhr Eintritt pro Abend················· 8 €